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HotOil Alternativkraftstoffsysteme
Diesel sparen - Pflanzenöl fahren
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Pflanzenöltechnik | ||
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Grundsätzliches zum Thema pflanzenölbetriebene DieselmotorenKurzfassungPflanzenöl ist kein Biodiesel, deshalb ist nicht mit erhöhtem Kraftstoffverbrauch und verminderter Leistung zu rechnen. Voraussetzung dafür ist eine geeignete Modifizierung des Kraftstoffsystems. 3 Grundregeln aus eigener Erfahrung (seit 2002, siehe Historie) zum Thema Pflanzenölbetrieb von Dieselmotoren:
Aus langjähriger Erfahrung im Umgang mit Pflanzenöltechnik wurde das System
HotOil entwickelt.
Ausführliche FassungJeder, der sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hat, hat es schon mal gehört und es klingt für diejenigen abgedroschen, aber für "Neueinsteiger" sicher interessant: Bereits Rudolf Diesel hat im Jahr 1900 auf der Weltausstellung in Paris seinen mit Pflanzenöl (Erdnussöl) betrieben Motor vorgestellt. Wegen der damaligen günstigen Erdölpreise fand dies aber wenig Beachtung und sollte auch die nächsten 100Jahre, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen, so bleiben. Es ist also kein Geheimnis, dass ein Dieselmotor auch gut mit Pflanzenöl läuft. In den vergangenen 100 Jahren hat sich in der Motorentechnik sehr viel weiterentwickelt. Die Motoren wurden immer besser ihrem Kraftstoff angepasst um einen besseren Wirkungsgrad zu erreichen. Der Dieselmotor ist somit für Dieselkraftstoff optimiert worden. Pflanzenölkraftstoff besteht zwar ebenfalls aus Kohlenwasserstoffen unterscheidet sich chemisch und physikalisch jedoch vom Diesel. Seitdem man sich darauf besonnen hat, dass das Erdöl in den nächsten Jahren ernsthaft knapp wird, was sich nicht zuletzt auch an den Tankstellenpreisen widerspiegelt, hat sich der entsprechende Teil der Industrie damit beschäftigt das Pflanzenöl auf chemischem Wege dem Diesel anzupassen. Dabei ging es in 1. Linie darum das zähflüssige Öl so zu verändern, dass es dem relativ dünnflüssigen Diesel ähnlich wird, um die Dieseleinspritz- und -Motorentechnik nicht zu überlasten. Damit kam der Biodiesel auf den Markt, mit dem Nachteil, dass durch die chemische Veränderung (Umesterung mit Methanol) Energie verloren geht. Das bedeutet Leistungsverlust und erhöhter Verbrauch im Gegensatz zum Dieselbetrieb. Außerdem wurde der Biodiesel durch den Methanolgehalt aggressiv gegenüber herkömmlichen Dichtungen. Es folgte ein ewiges Hin- und Her mit den Herstellern von Einspritztechnik und Motoren in Sachen Biodieselfreigabe. Parallel kam nach und nach bei einigen Interessenten zu diesem Thema, so auch bei mir, der Gedanke aus der Geschichte wieder in die Köpfe, reines Pflanzenöl zu fahren. Es gibt es verschiedene Möglichkeiten dies technisch umzusetzen: Die beste aber auch teuerste Variante ist es, den Dieselmotor neu zu konstruieren. Da dies mit relativ einfachen Mitteln nicht zu bewerkstelligen ist, kamen verschiedene Umrüstsysteme mit verschiedenen Philosophien auf den Markt. Dabei wird in den meisten Fällen der Motor original belassen und die Kraftstoffversorgung optimiert. In der Regel lautet die Philosophie: Das Pflanzenöl ist dickflüssiger als Diesel also erwärmen, um es dem Dieselfließverhalten anzupassen. Dies entspricht auch meiner Meinung, sowie der der meisten Umrüstfirmen. Die Systeme unterscheiden sich meistens nur in der Umsetzung der Kraftstoffvorwärmung und in der Automatisierung. Ferner werden 1- und 2-Tank Systeme unterschieden. Im 1-Tank System wird ausschließlich Pflanzenöl gefahren, ggf. mit Diesel gemischt. Dies kann unter anderem zu Startschwierigkeiten führen. Beim 2-Tank System wird der Motor mit Diesel gestartet und warm gefahren, da dies wesentlich zur Schonung der Technik beiträgt. Bei modernen Motoren mit Direkteinspritzung ist die Gefahr des Eintrags von unverbrannten Kraftstoff wesentlich höher als bei alten Wirbel- und Vorkammermotoren. Deshalb sollten meiner Meinung nach bei diesen Motoren nur 2-Tank Systeme eingebaut werden. Während sich geringe Mengen Diesel im Motorenöl verflüchtigen, verhält sich unverbranntes Pflanzenöl dort sehr kritisch: Es bilden sich lange Molekülketten (Polymerisation), das bedeutet aus dem Motorenöl – Pflanzenölgemisch wird über kurz oder lang eine schleimartige Substanz, die im schlimmsten Fall zum Totalschaden des Motors führen kann. So etwas habe ich in meiner Praxis jedoch noch nicht erlebt. Ich kenne dies nur von Berichten und Fotos. Es sollten auf jeden Fall die Motorenölwechselintervalle halbiert werden, wie auch bei der Nutzung von Biodiesel. Um das Pflanzenöl möglichst vollständig zu verbrennen, sollte dies auch nur bei betriebswarmem Motor und bei hoher Motorauslastung erfolgen. In anderen Betriebszuständen kann dies, abhängig auch vom Motorzustand und -Hersteller zur schlechten Verbrennung führen. Dies kann wiederum verkokte Einspritzdüsen, Ventile und Brennräume sowie klemmende Kolbenringe nach sich ziehen. Dadurch gelangt mehr unverbrannter Pflanzenölkraftstoff ins Motorenöl. Das System HotOil Komfort Automatik besitzt eine permanente Anzeige der Abgastemperatur. Fehlerhafte Einspritzung und Motorschäden machen sich durch eine erhöhte Abgastemperatur bemerkbar. Ein weiterer Grund für die Wahl dieses Systems. Aus meiner Erfahrung, die ich seit 2002 zum Thema Pflanzenöltechnik gesammelt habe (siehe Historie), ergeben sich 3 Grundregeln beim Pflanzenölbetrieb von Dieselmotoren:
Neue Motoren eigenen sich selbstverständlich besser zum Betrieb mit Pflanzenöl als Motoren, die schon kurz vor der Verschrottung stehen. Aber Vorsicht: es kann zum Verlust der Motorenherstellergarantie führen, wenn mit Pflanzenöl gefahren wird. Wie immer im Leben hängt alles von der Risikobereitschaft des Betreibers ab: Es besteht die Möglichkeit das HotOil Automatik System einzubauen, meinen Service in Anspruch zu nehmen die Motorölwechselintervalle zu halbieren, Motorölanalysen zu organisieren, jährlich einen Motorcheck durchzuführen sowie eine Motorbruchversicherung zu organisieren. Damit dürfte ein Schadensrisiko weitestgehend ausgeschlossen sein, es ist aber auch die kostenintensivste Variante. Das andere Extrem wäre: HotOil Standard System, Ölwechselintervalle nicht halbieren (aber dann wenigstens jeden Tag den Motorölstand kontrollieren, was man sowieso machen sollte!), und auch auf alle sonstigen Zusatzwartungsarbeiten und Absicherungen verzichten. Damit hat man als Betreiber zwar die größte Ersparnis, aus technischer Sicht kann ich dies aber nicht empfehlen. Für weitere Fragen und zur individuellen Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. | |